Befund aufnehmen, ohne Abformlöffel.
Statt Löffel und Abformmasse fährt eine kleine Kamera die Zahnreihen ab. Daraus entsteht in wenigen Minuten ein dreidimensionales Modell am Bildschirm – ohne Würgereiz, ohne Warten, ohne Gips.
Wie der Scan abläuft
Der Intraoralscanner ist ein stabförmiges Handstück mit einer Kamera an der Spitze. Wir führen ihn langsam an den Zahnreihen entlang; dabei nimmt er tausende Einzelbilder pro Minute auf, die die Software fortlaufend zu einem räumlichen Modell zusammensetzt.
Auf dem Bildschirm wächst das Modell während der Aufnahme mit. Fehlt an einer Stelle noch Information, sehen wir das sofort und fahren diese Stelle noch einmal nach – ein misslungener Scan fällt also nicht erst später auf.
Für beide Kiefer und den Zusammenbiss brauchen wir zusammen wenige Minuten. Es ist nichts kalt, nichts schmeckt, und es muss nichts abbinden.
Was sich damit für Sie ändert
Der spürbarste Unterschied ist der fehlende Würgereiz. Ein voller Abformlöffel im Mund ist für viele Menschen unangenehm, für manche kaum auszuhalten – besonders für Kinder und für alle mit empfindlichem Rachen. Beim Scan entfällt dieser Moment vollständig.
Der zweite Unterschied ist die Wiederholbarkeit. Ein digitales Modell lässt sich beliebig oft speichern und erneut aufrufen, ohne dass dafür jemand ein zweites Mal abgeformt werden muss. Geht ein Gerät verloren oder kaputt, ist die Grundlage für den Ersatz bereits vorhanden.
Und es entsteht ein Verlaufsbild: Weil jeder Scan datiert gespeichert wird, lassen sich Aufnahmen aus verschiedenen Behandlungsmonaten übereinanderlegen. Sie können am Bildschirm sehen, wie weit sich die Zähne tatsächlich bewegt haben.
Für das Labor geht der Datensatz direkt digital heraus. Es müssen keine Gipsmodelle versendet werden, was den Weg zur fertigen Schiene oder Apparatur verkürzt.
Wofür wir den Scan verwenden
Für die Befundaufnahme und Behandlungsplanung: Aus dem Modell lassen sich Platzverhältnisse und Zahnbreiten exakt vermessen, ohne dass ein Gipsmodell dafür gesägt werden muss.
Für die Herstellung transparenter Schienen. Die gesamte Serie wird auf Grundlage des Scans dreidimensional geplant und gefertigt.
Für Retainer und herausnehmbare Geräte, die nach Abschluss der Behandlung das Ergebnis halten.
Und für die Verlaufskontrolle während der Behandlung, wenn wir prüfen wollen, ob die Zähne der Planung folgen.
Was ein Scan nicht ersetzt
Der Scanner erfasst Oberflächen – alles, was im Mund sichtbar ist. Was darunter liegt, sieht er nicht.
Für die Lage noch nicht durchgebrochener Zähne, für die Wurzeln, den Kieferknochen und die Kiefergelenke bleibt deshalb eine Röntgenaufnahme notwendig. Wir setzen sie gezielt ein, wenn die Behandlungsentscheidung davon abhängt, und nicht routinemäßig.
Digitale Abformung und Röntgen ersetzen einander also nicht, sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Möchten Sie den Scanner einmal in Ruhe sehen?
Beim Erstgespräch zeigen wir Ihnen das Gerät und das entstehende Modell – Sie können sich in Ruhe ansehen, was dabei passiert.