Erwachsene

Zähne lassen sich in jedem Alter bewegen.

Der Knochen baut sich lebenslang um – das ist der Grund, warum eine Zahnkorrektur nicht an ein Alter gebunden ist. Bei Erwachsenen dauert sie oft etwas länger, verläuft dafür aber sehr planbar.

Hand hält eine transparente, herausnehmbare Zahnschiene
Anlässe

Warum Erwachsene zu uns kommen

Am häufigsten wegen eines Engstands der unteren Frontzähne. Er entwickelt sich langsam über Jahre und fällt irgendwann auf – beim Putzen, auf Fotos, oder weil sich an den verschachtelten Stellen immer wieder Zahnstein bildet.

Der zweithäufigste Grund ist ein Rückfall nach einer Behandlung in der Jugend. Wurde damals nicht dauerhaft stabilisiert oder hat sich der Retainer irgendwann gelöst, wandern die Zähne zurück. Das lässt sich meist mit überschaubarem Aufwand korrigieren.

Manchmal kommt der Anstoß auch aus der Zahnarztpraxis: Vor einer Brücke oder einem Implantat muss eine Lücke die richtige Breite haben, oder ein gekippter Zahn muss aufgerichtet werden, damit der Ersatz sauber sitzt. In diesen Fällen arbeiten wir eng mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt zusammen.

Und es gibt den rein ästhetischen Wunsch. Der ist ein legitimer Grund – wir sagen Ihnen ehrlich, was sich damit erreichen lässt und was nicht.

Unauffällig

Wege, die im Alltag kaum auffallen

Den meisten Erwachsenen ist wichtig, dass man die Behandlung im Alltag nicht sieht. Dafür gibt es zwei gängige Wege.

Transparente Schienen sind eine Serie klarer, herausnehmbarer Schienen, die nacheinander getragen werden und die Zähne in kleinen Schritten bewegen. Sie werden zum Essen und zum Zähneputzen herausgenommen und fallen im Gespräch kaum auf. Damit die Zähne der Planung folgen, müssen sie den größten Teil des Tages getragen werden – etwa zwanzig bis zweiundzwanzig Stunden.

Feste Apparaturen mit zahnfarbenen oder keramischen Halterungen sind die Alternative, wenn größere Bewegungen nötig sind. Sie sind unauffälliger als klassisches Metall und erreichen auch Korrekturen, für die Schienen an ihre Grenze kommen.

Welcher Weg passt, entscheidet der Befund, nicht der Wunsch allein. Wir sagen Ihnen im Erstgespräch offen, wenn eine Schienenbehandlung für Ihre Situation nicht das Richtige wäre.

Voraussetzung

Ein gesundes Fundament muss stehen

Zähne bewegen sich durch Umbau des umgebenden Knochens. Ist dieser Knochen durch eine unbehandelte Parodontitis bereits zurückgegangen, kann eine Zahnbewegung den Schaden vergrößern. Deshalb muss eine Zahnfleischerkrankung vor Behandlungsbeginn behandelt und zur Ruhe gekommen sein.

Auch Karies und undichte Füllungen gehören vorher versorgt. Das übernimmt Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt; wir stimmen uns zum Ablauf ab.

Sind diese Punkte geklärt, spielt das Lebensalter für die Behandlung selbst kaum eine Rolle. Entscheidend ist der Zustand von Zähnen, Zahnfleisch und Knochen.

Kosten

Wer die Behandlung bezahlt

Bei Erwachsenen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse eine kieferorthopädische Behandlung in aller Regel nicht. Sie gilt ab dem 18. Geburtstag als Leistung, die privat zu tragen ist.

Eine Ausnahme sind schwere Kiefer- und Zahnfehlstellungen, die nur durch eine kombinierte kieferorthopädisch-chirurgische Behandlung zu korrigieren sind. Ob Ihr Befund darunterfällt, klären wir gemeinsam.

Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif unterschiedlich viel. Sie erhalten von uns einen schriftlichen Heil- und Kostenplan, den Sie vor Behandlungsbeginn bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Persönlich

Lassen Sie uns anschauen, was bei Ihnen möglich ist.

Im Erstgespräch sehen wir uns Ihren Befund an und sagen Ihnen realistisch, welcher Weg dazu passt und was er kostet.

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